2016 – keine

Das andere Mallorca- Genußwandern im Tramuntanagebirge

Mallorca bietet mehr als Strand und Hotelburgen. Das konnten die 8 Wanderer und zwei Führer im Spätsommer bei strahlendem Sonnenschein auf anspruchsvollen Touren hautnah erleben.
Ausgangspunkt war das Kloster Lluc im Nordwesten der Baleareninsel, ein Ort, der bei aller touristischen Geschäftigkeit auch Raum für beschauliche Momente bietet, der vor allem aber  idealer Ausgangspunkt für viele Touren ist. Die Sonntagstour, so genannt, weil sie wegen der Wegführung über Privatgelände nur am Sonntag für Wanderer geöffnet ist, führte rund um den Puig Roig und bildete den Auftakt. Faszinierende Blicke über die Berge auf ein spiegelglattes Mittelmeer, auf dem ein paar Boote kreuzten, boten sich den Teilnehmern.
Am 2. Tag wurde der Tomir bestiegen: Leichte Klettereien beim Aufstieg zum Gipfel, glatte scharfkantige Felsen und harte, dornige Sträucher waren typisch für diese Tour. Der prächtige Gipfelblick über drei Buchten Mallorcas entlohnte für diese Strapazen. Auf dem Rückweg war die Wegemarkierung spärlich, doch Günter fand jedes Steinmännchen und brachte alle rechtzeitig zum Kloster zurück.
Nach einem Ruhetag in Pollenca stand die Besteigung des Massanella an: Der Aufstieg zum zweithöchsten Gipfel Mallorcas über 800 Höhenmeter war noch leicht, der Abstieg mit Felsklettereien für alle schwieriger. Da blieb nicht jedes Bein heil.
Ein weiterer Fast-Ruhetag in Soller und dann ging es zu den Stauseen von Cuber. Eine weitere Tour von Lluc nach Caimari erwies sich als absoluter Geheimtipp für pures Genusswandern: Der Weg führte zunächst über felsige Steige, dann durch eine urwaldähnliche Schlucht zu einem jetzt im Herbst trockenen Bachlauf bis schließlich der Ort Caimari auftauchte und mit einem kühlen Bier lockte. Ein Teil der Gruppe hatte noch nicht genug: Für sie stand noch der Aufstieg über den Pilgerpfad nach Lluc an. Ein ganz volles Tagesprogramm.
Noch ein Tag zum Ausklingen, und die Gruppe trat gut gelaunt den Rückflug nach Deutschland an:

Fazit: Eine grandiose Landschaft, südliche Sonne und die spanische Küche boten den idealen Rahmen für tolle Wandertouren. Ein Dank an Maria und Günter rundete den letzten Abend ab.


Waltraut Ruland





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