2004 – Expeditionen

Mount McKinley (Denali) 2004, Alaska

3 Versuche hat man ja ...
oder wie ein ganz großer Wunsch endlich in Erfüllung ging.

... dann standen wir Alle ganz oder, 6.200 m hoch auf dem Gipfel des Mount McKinley, dem höchsten Berg Nordamerikas, weit hinten in Alaska.

Es war warm und windstill. Die Sonne spiegelte sich in den Flüssen und Tümpeln der Tundra im Süden, 5.900 m tiefer zwar, aber zum Greifen nah. Sie schien auch auf die geschlossene Wolkendecke im Norden, vielleicht 1.500 m tiefer. Aber nicht dieses wunderschöne Bild war es, was mich berührte, sondern der Gedanke daran, wie alles so gekommen war.

1980 hatte ich zum ersten Mal vom Kinley gehört und seitdem hat mich dieser Berg nicht mehr losgelassen. Es hat dann aber bis 1996 gedauert, bis ich mich einer (chaotischen) kommerziellen Expedition anschloss. Wegen schlechten Wetters erreichten wir zwar den Gipfel nicht, ab ich kam mit vier “Alaska”-Kameraden zurück, die mich wohl ein Leben lang begleiten werden.

1998 versuchten wir es dann in unserer Sektion zu viert und in eigener Regie noch einmal, ab ich stieg mit Olaf aus gesundheits- und damit verbundenen Sicherheitsgründen unterhalb des Gipfels wieder ab.

Ich hatte die Sache - als nicht erfüllten Lebenswunsch sozusagen - bereits abgeschrieben, als im letzten Jahr meine Alaska-Kameraden vorschlugen, es noch einmal zu versuchen, möglichst mit einer Überschreitung des Berges.

Jetzt stand ich also oben! Es war Samstag, der 5. Juni, 14:00 Uhr, und ich versuchte per Satelliten Telefon etwas auf den AB zu Hause zu sprechen, aber nach zwei Sätzen versagte mir dann doch die Stimmen ...

Schluss mit der Gefühlsduselei, auf unserer Website gibt es einen ausführlichen Bericht und weitere Bilder.

Rolf Henrichsen-Schrembs




« zurück zur Übersicht