2017 – Klettern

Steileisklettern in Osttirol- Ein todsicheres Ding

Nach einer Nachtautofahrt mit leichter Müdigkeit in den frühen Morgenstunden erreichten wir unser Ziel, das Matreier Tauernhaus, mit riesiger Vorfreunde und einem leicht mulmigem Gefühl zu den uns erwartenden Herausforderungen. Wir alle drei, Inka, Fabian und Jürgen, waren mit unterschiedlichsten Erfahrungen im Felsklettern schon sehr auf das so andere kalte Element gespannt.

Gleich nach unserer Ankunft am Samstagmorgen hieß es dann auch sofort die Rucksäcke schultern und Peter nach zu den Eisfällen. Diese waren in dem Osttiroler Eiskletterpark nach 30 Minuten Zustieg schnell erreicht und boten mit allen Schwierigkeiten die besten Voraussetzungen für ein ereignisreiches Wochenende, voller neuer Erfahrungen und Eindrücke. Bei blauem Himmel, etwas zu milden Temperaturen, dafür aber großer Einsamkeit testeten wir zuerst unser Material und nach einiger Gerätegewöhnung sowie ersten Erfahrungen mit Steileisgeräten und Steigeisen ging es los: auf in die eigens von Peter eingerichteten Topropes. Im Laufe des Tages haben wir uns mit dem Setzen der Eisschrauben als Zwischensicherung, dem Standplatzbau und dem sicheren Vorstieg im Steileis in Theorie und Praxis beschäftigt. Dabei hatten wir sehr viel Spaß und schon schnell die Erkenntnis, wie anders doch klettern im Eis eigentlich ist. Schon am ersten Tag waren wir begeistert von den vielen tollen Eindrücken. Entsprechend geschlaucht von der Fahrt und dem Adrenalin ging es am Abend dann auch früh ins Bett.

Sonntag trieb uns dann allen endgültig das überglückliche Grinsen ins Gesicht, denn nach geruhsamer Nacht waren wir voller Tatendrang und brannten darauf das Neuerlernte zu üben. Auch der zweite Tag brachte uns Abgeschiedenheit und damit freie Wahl der so vielfältigen Übungsmöglichkeiten. Auch Peter trieb es ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht ob unserer schnellen Fortschritte und Begeisterung für das Steileis. Am Ende des Tages hatten wir alle unsere ersten kompletten Vorstiege im Eis gemeistert und waren auf Wolke sieben, auch wenn diese sich nicht am Himmel zeigte. Vollkommen zufrieden kehrten wir nach einem zweiten, sehr langen Tag am Eis zum Matreier Tauernhaus zurück und genossen die letzten hellen Minuten draußen auf der Bank mit leckerem Radler.Bei der abendlichen Planung des letzten Tages und einer weiteren theoretischen Vertiefung unserer bisherigen Kenntnisse, vergaßen wir ob der guten Getränke fast den Wadenalarm, der am kommenden Morgen aber nicht zu überspüren war.

Am letzten Tag erwarten uns dann doch deutlich mildere Temperaturen. Wir ließen uns jedoch nicht davon abhalten, dass erlernte weiter anzuwenden. Weitere Standplätze, Quergänge im Vorstieg und luftige Topropes rundeten den Tag ab. Auch konnten wir noch nahezu unangetastete Eispassagen weiter ober finden, die bisher noch wenig Sonne gesehen hatten.

Irgendwann mussten wir dann jedoch eingestehen, dass es Zeit ist für dem Heimweg. Die Saison war damit für uns auch schon zu Ende. Schade, aber wir kommen wieder! 

Jürgen, Inka, Peter





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