2018 – Bergsteigen

Wunderschön – von Meran zum Gardasee (10. bis 18. August 2018)

Wunderschön, anspruchsvoll und abwechslungsreich war die Tour, die in 7 Etappen von Meran zum Gardasee führte. Günter und Maria hatten sie hervorragend geplant, organisiert und geführt.

Startpunkt war Dorf Tirol nahe Meran, von wo es zunächst zwei Tage über den Meraner Höhenweg ging. Romantische Waldwege, grüne Almen, eine Übernachtung auf der Nasereithütte und dann die berüchtigten 1000 Stufen waren ein perfekter Beginn. Dann ging es ins Martelltal. Der aussichtsreiche Steig zur Zufallhütte bot immer wieder beeindruckende Blicke in die Plimaschlucht.

Der nächste Tag erwartete uns mit leichtem Regen und einem erst sanften, dann steilen Anstieg zum Madritschjoch (3123 m). Murmeltiere beobachteten uns skeptisch. So grün der Anstieg zum Madritschjoch war, so grau und steinig war die andere Seite. Das Wintersportgebiet dort ist nur mit Schnee schön. Beeindruckend waren die Gletscher, die an den Hängen von Königsspitze und Ortler als graue Riesen um ihr Überleben kämpften. Die mächtigen Seitenmoränen zeugten von ihrer früheren Größe. Bald erreichten wir die Schaubachhütte. Am nächsten Tag ging es bei kühlen 5 °C mit der Seilbahn nach Sulden hinunter. Von dort fuhren wir auf das Stilfser Joch. Nach einer kurzen aber steilen Wanderung auf den Monte Scarluzzo (3083m) breitete sich die umliegende Bergwelt mit einem eindrucksvollen Panorama vor uns aus. Alte Gefechtsstellungen und Schützengräben vermittelten einen Eindruck von den Strapazen und der Sinnlosigkeit des Dolomitenkrieges.

Die nächste Etappe führte uns von Madonna di Campiglio durch das Brentamassiv, eine anspruchsvolle Tour. Weißgraue Bergriesen, steile Schotterhänge, eine grüne Alm – auch mit Murmeltieren -  und dann der steile Anstieg zur Borchetta Galin  - dann war das Schwierigste geschafft. Ein aussichtsreicher Weg führte in weitem Bogen entlang einem Hang zum Rifugio La Montanara, wo dann Kaffee, Bier und Radler besonders gut schmeckten. Unter uns glitzerte der Molvenosee in der Sonne.  

Seen begleiteten uns auch auf dem letzten Wandertag entlang den Tobliner Seen, die sich wunderschön in die umliegende Bergwelt schmiegen, durch Obst-und Weingärten zum Gardasee. Als es zu heiß wurde, kam passend ein Bus, und wir ließen in Riva die schöne Tour ausklingen.

Die Woche bot alles: Schattige Waldwege, steile Anstiege,  Bergpanoramen mit Gletschern und Bergriesen und ein Blick in die Geschichte. Wer wollte, konnte dies alles mit einem Bad im Gardasee abrunden. Ein herzlicher Dank geht an Günter und Maria für die sehr gute Planung und Durchführung.  


Waltraut Ruland

 




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