2018 – keine

Sieben Wanderer genießen sieben Wandertage an der Costa Brava (7. bis 16. September 2018)

Sieben wunderschöne Wandertage entlang der Costa Brava konnten sieben Wanderer genießen. Von Tossa de Mar, einem lebhaften Touristenort ging es über den GR 92 und anderen lokalen Wanderwegen entlang schönster Buchten, über feine Sandstrände und durch schattige Pinienwälder Richtung Norden bis nach El Port de la Selva, kurz vor der französischen Grenze. Hier erlebten wir die Ursprünglichkeit des Fischerdorfes am östlichen Zipfel der Pyrenäen.

Der erste Tag führte uns in moderaten An- und Abstiegen von Tossa de Mar bis St. Feliu. Pinien spendeten Schatten auf dem sonnigen Weg. Atemberaubende Ausblicke auf das Meer ließen uns die ganze Schönheit dieser Küste erahnen. Auch am Folgetag ging es über zahlreiche Stufen bis in die Buchten hinunter und nach einem kurzem Marsch durch tiefen Sand wieder über Stufen oder Felsen hinauf. Diese an der Steilküste kräftezehrende Wegführung wurde durch ein paar Tunnel und Galerien aufgelockert. Zwischen braun gebrannten Sonnenanbetern und Wassersportlern nahmen wir uns in Bergstiefeln und mit Rucksack sicher seltsam aus. Deplatziert fühlten wir uns aber nicht. Die historische Altstadt von Begur erreichten wir nach der beachtlichen Gehzeit von acht Stunden.

Abenteuerlich wurde es, als wir am nächsten Tag zwei mal einen Fluss, der ins Meer mündete, am Strand überqueren mussten. Der Rucksack wurde hoch geschnürt, die Stiefel oben drauf gebunden, dann ging es im Gänsemarsch und bis zu den Hüften im Wasser durch die Mündung bis wir wieder den Strand erreichten. Der war bis L´ Estartit noch 10 km lang. Wir bewältigten ihn barfuß. Das hat man nicht bei jeder Wanderung. Das und das abendliche Schwimmen im Meer waren ideal gegen heiß gelaufene Wanderfüße.

Weiter ging es die nächsten Tage Richtung Norden. Die Natur wurde immer ursprünglicher, die Touristenorte wurden kleiner und die Sonne blieb. Cadaques, der Geburtsort von Salvador Dali, zeigte sich von seiner besten Seite. Der letzte Wandertag war mit sieben Stunden reiner Gehzeit beschrieben. Viel Natur, herrliche Ausblicke, ein Leuchtturm und schließlich eine auf einem fast unleserlichen Schild angekündigte Bierbar, die sich leider als verlassenes Bauernhaus ohne Bier entpuppte, prägten den Tag. Schließlich erreichten wir gut zufrieden El Port de la Selva.

Es war eine wunderschöne Tour mit netten Begleitern, einer besonderen und abwechslungsreichen Landschaft. Das Wechselspiel zwischen Steilküste und Wald, zwischen Touristenrummel und Ursprünglichkeit, dazu Sonne pur werden uns in Erinnerung bleiben. Die Tour war von beiden Organisatoren, Günter und Maria, hervorragend geplant. Leider konnte Günter krankheitsbedingt nicht dabei sein, so dass Maria den Dank für die ausgezeichnete Führung alleine entgegen nahm. Nach einem entspannten Tag in Gerona ging der Rückflug nach Deutschland.

Waltraut Ruland





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