2014 – Bergsteigen

Ortlergebirge

Das erste Mal …

Wir, Babsi  und Guido, waren bisher immer allein in den Bergen unterwegs. Wir waren frei in unseren Entscheidungen: Wohin, Wie lang Wie schnell. Im Ortlergebiet wollten wir jetzt mal etwas anderes erleben: eine organisierte Tour vom Alpenverein Münster.

Durch einen glücklichen Umstand sind wir auf der Warteliste nach oben gerutscht und nach einem kurzen Vortreffen ging es am 25.07. im Ultental los.
Stefan, unser Wanderleiter, verteilte erst mal Plastiktüten zum regendichten umpacken unserer Rucksäcke mit dem Hinweis: Zuschnüren und Öffnung nach unten. Uns schwante Böses. Eine Schlechtwetterfront sorgte die Woche über für viel Regen, und fast immer wenn Stefan eine „Pause“ ansagte, öffnete der Himmel seine Schleusen.

Nachdem unser geplanter Einstiegslift durch Dauerregen nicht lief, Fahrt mit dem Wanderbus bis zur Talschlußhütte … und dort erst mal warten – ca. 4 Std - dann begann der erste Aufstieg. Wir mussten erst mal lernen, kontinuierlich langsam zu gehen damit unsere Wandergruppe schön zusammen bleibt.
1. Lektion: Immer alles ganz in Ruhe

Die erste Übernachtung – die Höchsterhütte –: auch Oropax helfen nicht immer bei Schnachern und nächtlichen Geschichtenerzählerinnen. 
2. Lektion: Schlafen wird  überbewertet.

Unterwegs zum Rifugio Dorigoni werden wir als sogenannte muggels (= Außenstehende) von Ludger in die Tiefen des Geocaching eingewiesen. Im Laufe unserer Wanderungen haben wir auch an äußerst exponierten Stellen im Fels immer wieder diese kleinen Schätze (Fachjargon Caches) gefunden
3.Lektion: Geocaching ist eine weitere Motivation auch mal einen 3000er wie die „Vordere Rotspitze“ zu besteigen. 

Von der Marteller zur Schaubachhütte sind für unsere Gruppe in strömendem Regen hohe Pässe mit entsprechenden Schneefeldern zu überwinden. Stefan strahlt wie immer Ruhe aus - alles kein Problem -
4. Lektion: Der Weg ist das Ziel.

Daniel ist unser Kommunikationstalent: innerhalb kürzester Zeit weiß er von Jedem fast alles, nicht nur innerhalb unserer Gruppe.  Auch von „Wanderinnen“ die uns auf den schmalen Pfaden entgegenkommen. Die Köchin der Marteller Hütte lässt uns dank Daniel neben anderen Köstlichkeiten auch einen umwerfenden ungarischen 50% Schnaps genießen.
5. Lektion: Die Menschen in den Bergen sind klasse

Letzte Übernachtung auf der Tabaretta-Hütte, danach bei endlich blauen Himmel noch mal auf 3000m zur Refugio Payer mit Blick auf den Ortler, dann ein langer Abstieg, eine unüberwindliche Moräne, mehrere hundert Höhenmeter wieder rauf und auf einer Alternativroute, natürlich jetzt wieder mit Gewitter und Regen, Abstieg nach Tafoi.
6. Lektion: Bei Sonne kann ja jeder …..

Das Taxi bringt uns zurück ins Ultental und wir relaxen erst mal in der Hotelsauna.

Resümee unserer 7-tägigen Tour und damit möchten wir uns dem euphorischen Urteil unseres typisch Münsterlander Wanderleiters Stefan anschließen: „War alles soweit ganz in Ordnung „ 


Daniel, Ludger, Annette, Gerd, Stefan, Babsi und Guido    ;-) 




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